In Westerhausen wird die ostfählische Bodemundart gesprochen. Sie ist stark verwand mit dem Ostfählisch, dessen Sprachbereich etwa 10 km westlich von uns beginnt. Die Unterschiede sind fließend, aber doch von Ort zu Ort in Einzelworten gut zu erkennen. Früher erkannte man schon an der Aussprache einzelner Worte, woher jemand kam. Seit etwa 300 bis 400 Jahren versuchte man mit der in den Amtsstuben gepflegten "Hochdeut-schen Sprache" mit aller Gewalt das Niederdeutsch zu unterdrücken. Das ist bis heute sogar noch in fast allen Schulen der Fall. Die in der niederdeutschen Sprache nicht ausreichend ausgebildeten Lehrer sind überfordert und dulden in unserer Region auch meist auch keine Zweigleisigkeit in der Sprache. Sie haben sie selbst nicht gelernt und lehnen sie ab. Die Grundlage für diesen Trend bildete einst die deutsch geschriebene Bibel, die als erstes "Lehrbuch" genutzt wurde. Wir können passend zum gängigen Slogan auch heute wieder sagen "Lutter war´s". Leider hat das Französisch und das Sächsisch an den Höfen und in den Ämtern hier sehr vielen Schaden angerichtet.

Später waren dann die Eltern der Meinung :  Wenn aus den Kindern etwas werden soll, dann müssen sie hochdeutsch sprechen können und ja kein Platt!

Diese Meinung galt bis vor 40 Jahren und stellenweise gilt sie sogar noch heute!

 

Die Mundart wird heute nur noch vereinzelt meist unter den hier geborenen Bewohnener benutzt. Zur Pflege dieser alten Sprache treffen sich alle 4 Wochen mehrere interessierte im Pfarrhaus zu einer gemütlichen Runde und versuchen sich in dieser Kunst! 

Wer mitmachen will ist gern gesehen, jeden 3. Mittwoch im Monat um 16.30, außer im Sommer, da sind die Westhäuser im Garten!