Die St.-Stephani- Kirche in Westerhausen

Die eigentliche Missionskirche wurde um 800 auf einem Hügel in der alten Siedlung als Holzkirche errichtet. Die Straße dort heißt noch heute  St. Stephan. Um 1180 wurde sie dann auf das Gelände des Wirtschaftshofes der Grafen von Blankenburg-Regenstein (Altes Amt) verlegt und im romanischen Stil direkt am alten Wehr- und Schutzturm neu erbaut. Nach Zerstörung durch die Herren von Hondelage in der Veltheimer Fehde 1430 wurde um 1450 an den romanischen Turm ein gotisches Schiff gebaut. Ab 1695 erfolgte dann eine Erweiterung des Bauwerks Form eines Kirchenschiff im barocken Stil mit kreuzförmigem Grundriss. 

Die auch  heute noch prächtige Ausstattung im Norharzer Barock stammt von Valentin Kühne aus Groß Quenstedt. Im Vorfeld wurden 1697/98 die Figuren des von ihm vorher geschaffenen ersten, gotischen Kanzelaltars zu Geldbeschaffung an die Kirchengemeinde Wienrode verkauft, wo sie sich heute noch befinden. Die Rose an der Helmzier auf der Wappentafel der Herren v. Morgenstern, die etwa 1640 - 1680 Besitzer des Adeligen Gutes waren und das wohl aus dem Vorgängerbau der Kirche stammt (ebenso wie der Grabstein der Eheleute Voigtländer, † 1673 bzw. 1674, und das Epitaph des Pfarrers Anthon Gercke, † 1686).

Der spätromanische Turm mit seinem Läutwerk (mit Glocken von ca. 1300, 1507, 1613, 1964) erhielt 1699/1702 seine barocke Turmhaube mit Wetterfahnen , unterstützt durch Herrn Präsidenten v. Ruck, der seit 1690 Besitzer des Adeligen Gutes war. 1791 wurden sie erneuert, ein zweites Mal im Jahre 1939. Jetzt, ab dem Jahr 1997 wurde eine umfassende Kirchen-Renovierung vorgenommen und in Etappen abgeschlossen. Die Turmsanierung hat im Juli 2009 begonnen, auch die Turmlaterne in der Vierung wurde inzwischen angehoben und saniert.